Bonn Lighthouse blickt auf eine mittlerweile 14-jährige Geschichte zurück. Diese begann im Frühjahr 1992, als die Idee, einen Hospiz-Verein zu gründen, einige Bonner Bürgerinnen und Bürger zusammenführte.

Am 17.06.1992 verabschieden die Gründungsmitglieder, unter der Leitung von Irmgard Wester, die Vereinssatzung und im September des gleichen Jahres wird der Verein unter dem Namen “Bonn Lighthouse – Verein für ambulante und stationäre Hospizarbeit e.V.” in das Vereinsregister eingetragen. Die Schirmherrschaft übernimmt der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Dr. Norbert Blüm. Kurz darauf tritt Bonn Lighthouse in die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz in NRW (LAG Hospiz) ein.

Im November wird die Idee eines ambulanten Wohnprojektes für schwerkranke und sterbende Menschen mit dem Schwerpunkt HIV/AIDS entwickelt. Von 1993 bis 1997 ist Bonn Lighthouse kooperierendes Mitglied im Kreisverband Bonn des Deutschen Roten Kreuz. 1997 wechselt der Verein zum Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV), welcher sich der Idee sozialer Gerechtigkeit, Chancengleichheit, dem Recht eines jeden Menschen, ein Leben in Würde zu führen und seine Persönlichkeit frei zu entfalten, verpflichtet fühlt.

Im Frühjahr 1994 wird der erste Befähigungskurs für ehrenamtliche Begleitung durchgeführt. 12 Kurse mit insgesamt 124 Teilnehmenden werden in den folgenden Jahren stattfinden. Im Sommer wird das Betreute Wohnen als Modellprojekt “zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger in der BRD” durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung anerkannt. Die Geschäftsstelle zieht im Dezember in die Bornheimer Str. 90.

Am 01. April 1995 ziehen die ersten Bewohner in das Wohnprojekt ein. Fünf Monate später wird die Einrichtung in Anwesenheit der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann feierlich und offiziell eröffnet.

Der Verein erhält im März den Preis für “Bürgerschaftliche Selbsthilfe der Stadt Bonn”. Seit Oktober beliefert die Bonner Tafel e.V. Bonn Lighthouse regelmäßig mit Lebensmitteln.

Der ambulante Pflegedienst humanitus wird Kooperationspartner.

Das Angebot wird durch den Aufbau einer Patienten- und Angehörigenbegleitung auf Station Wunderlich/ Universitätsklinik Bonn erweitert.

Das Wohnprojekt feiert im April sein fünfjähriges Bestehen mit Vorstand, ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen, BewohnerInnen, Freunden und Förderern des Vereins.

Im März wird unter Mitwirkung von Bonn Lighthouse das Hospizforum Bonn/Rhein-Sieg initiiert, ein Verbund der aktiv tätigen hospizlichen Dienste und Einrichtungen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zur Förderung neuer Hospizinitiativen, Weiterentwicklung von Qualitätsstandards und Qualitätssicherung.

Mit einer offiziellen Feierstunde mit Prominenz aus Kultur und Politik wird im Juni das 10-jährige Vereinsbestehen begangen. Neben der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann sprechen Dr. Norbert Blüm und Prof. Tilman Sauerbruch ein Grußwort.

Am 01.Januar wird das Begleitungs- und Betreuungsangebot von Bonn Lighthouse e.V. durch den ambulanten Hospizdienst erweitert.

Anlässlich des 10-jähigen Bestehens des Wohnprojekts finden über das ganze Jahr diverse kulturelle Benefizveranstaltungen statt. Höhepunkt ist im Februar eine Kunstaktion im Kunstmuseum Bonn, die von Konrad Beikircher moderiert wird. Am 01. April besteht das Wohnprojekt 10 Jahre. Seit 1995 werden hier 53 Menschen (16 Frauen und 37 Männer) von Bonn Lighthouse begleitet, davon 59 % mit dem Krankheitsbild HIV/AIDS. 23 Menschen sind in diesem Zeitraum verstorben.
